Social Media Management für mittelständische Unternehmen: Jetzt als DIN-Norm

Nachdem wir heute von der Existenz der DIN SPEC 91253 erfahren haben, mussten wir uns erst einmal im Kalender vergewissern, dass es bis zum ersten April noch einige Tage hin sind. Es gibt sie aber wirklich die Norm „für die Einführung und das Management von Web 2.0 und Sozialen Medien in kleinen und mittleren Unternehmen“. Wir haben uns angeschaut was sie kann und für wen sie nützlich ist.

Zugegeben, auf den ersten Seiten fällt es dem ambitionierten Internetanwender nicht ganz leicht sich ein Schmunzeln zu verkneifen, wenn nacheinander das World Wide Web, das Web 2.0 und die Sozialen Medien haarfein definiert werden.  Auch der Hinweis darauf, dass die Sozialen Medien eine Teilmenge des Web 2.0 sind, bleibt dabei nicht aus. Für eine Norm, die von Natur aus stringent sein muss, mag das wenig verwunderlich sein, für das mit der Norm normierte Metier der Sozialen Medien ist es das dafür umso mehr.

Nachdem die Begriffe definiert sind, widmet sich das Dokument den „Chancen, Risiken und Voraussetzungen des Einsatzes von Web 2.0 und Sozialen Medien in KMU“. Insbesondere die Aufstellung der exemplarischen Chancen, die den klassischen Organisationsbereichen von Unternehmen zugeordnet sind, überzeugt hier durch Vollständigkeit und Struktur.

Danach geht es mit dem „KMU-spezifischen Vorgehensmodell“ ans Eingemachte. Sieben Phasen werden ausführlich erläutert und strukturell verortet: Sensibilisierung, Analyse, Strategieentwicklung, Konzeption, Implementierung, Nutzung & Controlling. Nach insgesamt 18 Seiten endet dann das eigentliche Dokument, wobei noch ein großzügiger Anhang mit diversen Fragebögen, Checklisten und Leitfäden folgt.

Was kann die Norm?
Die DIN SPEC 91252 ist ein inhaltlich durchaus wertvolles Dokument, wobei der Anwenderkreis sehr eingeschränkt ist. Es werden keinerlei Informationen über aktuelle Social Media Plattformen vermittelt oder gar Handlungsempfehlungen für unterschiedliche Szenarien gegeben. Das Dokument ist eine Schablone, mit der man der Fragestellung, ob man als kleines und mittelständisches Unternehmen eine Social Media Präsenz schaffen sollte, strukturiert begegnen kann. Etwas wirklich Neues erwartet den Leser indes nicht. So sind beispielsweise die Phasen des „spezifischen Vorgehensmodells“ etwas, das Betriebswirten und Managementkundigen nicht fremd sein wird. Der echte Service der Norm besteht also in der durchaus adäquaten Zusammenstellung themenrelevanter Informationen.

Für wen lohnt sich die Norm?
Entscheider finden in der Norm einen praktischen Leitfaden, mit dem sie sich zeiteffizient in das Thema der Implementierung einer eigenen Social Media Strategie einlesen können. Außerdem bietet das Dokument thematisch eher unerfahrenen Projektmanagern mit Social Media Auftrag eine Orientierung bei der Projektgestaltung.

Was kann die Norm nicht?
Erwarten Sie keine Bewertungen von Social Media Plattformen, Best Cases oder gar Moderationshilfen. Die DIN SPEC 91252 ist ein thematischer Einstieg und ggf. Ihr Startschuss in ein Projekt zur Einführung von Social Media in ihrem Unternehmen. Aber Achtung: Ein Projekt nach dem „KMU-spezifischen Vorgehensmodell“ ist komplex und verschlingt eher hunderte als dutzende Personalstunden.

Haben Sie Fragen zur Norm oder suchen Sie einen kompetenten Dienstleister, der Sie bei der Umsetzung Ihrer Social Media Strategie unterstützt? Wir stehen gerne zur Verfügung. 

Ben Ellermann, MA
Community Manager

ellermann@basecom.de
0541 – 580 287 81

 

Info: Einführung und Management von Web 2.0 und Sozialen Medien in KMU
DIN SPEC 91253
PDF: 48,10 € Print: 49,00 €, Bestellen

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