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Magento 2.2 – Funktionen, Re-Platforming & Enterprise Edition

K aum ein Thema beschäftigt uns derzeit im Bereich E-Commerce so sehr wie die Fragestellung, ob ein Re-Platforming auf Magento 2 zum jetzigen Zeitpunkt Sinn ergibt und wovon Online-Händler bei einer Umstellung bereits jetzt profitieren können. Zusätzlich werden wir einen Ausblick auf das kommende Magento 2.2 Update wagen und auf einige Features der Enterprise Edition genauer eingehen.

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Von Magento 1 auf Magento 2

Insbesondere weil Magento den Support für die eigentlich schon abgeschriebene Version 1 auf unbestimmte Zeit verlängert hat, stellen unsere Kunden zunehmend die berechtigte Frage „Warum sollte ich (schon) jetzt wechseln?“.

Unsere klare Meinung dazu ist: Sofern nicht eine alternative Open Source E-Commerce Plattform, wie bspw. Shopware zur Lösung der individuellen Herausforderungen sinnvoller ist, führt bereits heute kein Weg mehr an Magento 2 vorbei. Fakt ist, dass der Support für Magento 1 auslaufen wird. Somit ist jede weitere Investition in Entwicklerstunden wie das sprichwörtliche Reiten auf einem toten Pferd. Abgesehen davon gibt Magento selbst an, erst 18 Monate vor dem Auslaufen des Supports eine Info an die Community herauszugeben.

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Die Vermutung liegt nahe, dass aufgrund der nach wie vor sehr hohen Marktverbreitung von Magento 1 sämtliche Integrationspartner ab dem Zeitpunkt der Ankündigung des auslaufenden Supports mit zahlreichen Re-Platforming-Projekten beschäftigt sein werden. Dabei muss unbedingt beachtet werden, dass nicht selten ein Magento 2 Projekt von Konzeption bis Fertigstellung eine Durchlaufzeit von 9-12 Monaten erreichen kann. Sich frühzeitig mit einem Plattform-Wechsel zu beschäftigen, macht mit diesem Wissen durchaus Sinn.

 

 

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Magento 2.0 vs. Magento 2.2

Wir erinnern uns kurz zurück an das Release der Version 2.0. Leider gab es zu diesem Zeitpunkt einige Startschwierigkeiten, welche die Akzeptanz des neuen Magento 2 nicht unbedingt erleichtert haben. Dies lag unter anderem daran, dass die Technologie viele Bugs aufwies und allgemein nicht sehr stabil lief. Darüber hinaus bedurften die Magento 1 Entwickler einer neuen Einarbeitung. Seitdem sind gute anderthalb Jahre vergangen und einige Zahnräder haben sich glücklicherweise weitergedreht. Der aktuelle Versionszähler steht auf 2.1.8. Viele Stabilitätsverbesserungen sowie Bugfixes haben ihren Weg in den Code gefunden. Die Erfahrung mit unseren bisherigen Magento 2 Projekten zeigt, dass die Marktreife mittlerweile erreicht ist und das System bedenkenlos eingesetzt werden kann – natürlich unter der obligatorischen Voraussetzung, dass ein erfahrener Integrationspartner für die Projektumsetzung zur Seite steht.

In unserem Beitrag über die Meet Magento 2017 haben wir bereits in Ansätzen über die derzeitigen Entwicklungen und kommenden Features von Magento 2 gesprochen. In diesem Beitrag möchten wir speziell auf die wichtigsten Funktionen und Neuerungen der kommenden Version 2.2 eingehen, welche noch im September erscheinen soll.

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Stabilitätsverbesserungen & Bugfixes

Auf der Meet Magento haben wir im Rahmen des Partnertages die Information erhalten, dass viele durch die Community über Github zur Verfügung gestellten Bugfixes bereits in die kommende Version eingearbeitet werden, was wir mittlerweile auch schon sehen konnten. Viele Tickets wurden seitens Magento seitdem auf den Status gelöst gesetzt. Es existieren jetzt mehr geschlossene als offene Tickets, was vor allem unsere Magento-Entwickler sehr optimistisch stimmt. Die Kritik aus der Community wird sehr ernst genommen, sodass Magento 2 mit dem 2.2 Update zukünftig deutlich stabiler sowie benutzerfreundlicher zu entwickeln sein wird und Händler von einer geringeren time-to-market profitieren können.

Plattform-Verbesserungen

Neben den Bugfixes wird es allgemeine verbesserte Sicherheitsfeatures geben und Magento selbst legt ein großes Augenmerk auf die Verbesserung der Developer Experience (Cron-Loggings, JS Exceptions, @api-Annotationen – für die Entwickler unter euch). Darüber hinaus wurde eine Vereinfachung der Durchführung von Upgrades angekündigt, d.h. vorgenommene Änderungen sind leichter in zukünftige Versionen zu integrieren. Eine PHP 7.1 Unterstützung soll ebenfalls zukünftig von Haus aus gegeben sein. Kurz gesagt: Das System wird deutlich sicherer, stabiler, schneller und einfacher zu entwickeln sein.

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B2B Funktionalitäten - Enterprise Edition

Individueller Produktkatalog/Preislisten

Erstmals wird es standardmäßig möglich sein, Shop-Kunden einen eigenen Produktkatalog zur Verfügung zu stellen. Produkte oder Kategorien können für einzelne Kunden freigeschaltet oder ausgeblendet werden. Darüber hinaus können individuelle Preisregeln angewendet werden, um ausgewählten Kunden einen Rabatt auf eine Kategorie oder den kompletten Produktkatalog zu geben.

Direktbestellung/Schnellbestellung

Im B2B-Umfeld wissen Einkäufer meist ganz genau, welche Artikel sie benötigen. Sie wollen ungern Zeit aufwenden, um die gewünschten Artikel über die Shop-Suche zu finden, sondern haben die Artikelnummern parat. Die Schnellbestellung ermöglicht die Eingabe einer oder mehrerer Artikelnummern über eine eigene Eingabemaske (mit Autovervollständigung). Eine unmittelbare Bestellung der gewünschten Artikel im Anschluss ist auf Knopfdruck möglich.

Angebote

Der Kunde kann beliebig viele Artikel aus dem Online-Shop auf ein persönliches Angebot setzen, um dem Händler zu signalisieren, dass er die Artikel nur unter bestimmten Voraussetzungen erwirbt, wie z.B. bei Versandkostenfreiheit oder 10% Rabatt. Der Händler hat im Anschluss die Möglichkeit, über das Backend Anpassungen an diesem Angebot vorzunehmen. Beispielsweise können Rabatte gewährt, Versandkosten gestrichen oder aber weitere (Gratis-)Artikel hinzugefügt werden. Bei Bedarf kann per Kommentarfunktion mit dem Kunden kommuniziert werden.

Benutzerrollen und Berechtigungen 

Oftmals unterliegen Einkäufer in Unternehmen gewissen Spielregeln. Der Mitarbeiter einer Abteilung darf möglicherweise ein Produkt vorauswählen, die Freigabe der Bestellung liegt allerdings meistens bei dem Vorgesetzten. Mit den neuen B2B-Funktionalitäten erhält zukünftig ein neues Berechtigungskonzept Einzug in das Magento Shopsystem. Es wird möglich sein, einzelnen Mitarbeitern im Unternehmen entsprechende Rechte einzuräumen und eben diesen Prozess in Magento zu integrieren. Beispielsweise können einem Benutzer nur die Rechte Ansicht des Produktkatalogs und Produkte in den Warenkorb legen zugesprochen werden. Die Bestellung kann jedoch nur durch einen Nutzer mit weiterführenden Rechten freigegeben werden. Erst nach dieser Freigabe wird eine Bestellung in Magento erfasst.

Kreditlinie

Jedem Kunden kann eine individuelle Kreditlinie zugesprochen werden. Im Rahmen dieser Kreditlinie dürfen Bestellungen abgesetzt werden. Erst wenn ein entsprechender Zahlungseingang verzeichnet wurde, kann bspw. die Kreditlinie wieder aufgefüllt werden.

In der Vergangenheit musste i.d.R. mindestens eines der genannten Features bei einem B2B-Shop individuell programmiert oder per Extension nachgerüstet werden. Ab Version 2.2 bietet Magento diese Funktionen standardmäßig in seiner Enterprise Edition an. Händler profitieren somit neben diesen Features auch von reduzierten Entwicklungskosten und einem früheren Go Live des neuen Shops auf Magento 2 Basis.

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Unser Fazit

Gerade die neuen Stabilitäts- und Sicherheitsoptimierungen, die auch ihren Weg in die Community Edition finden werden, bedeuten für Magento 2 einen gehörigen Schritt nach vorne. Ein Aufwind bei der Akzeptanz von Magento 2 wird wohl schon allein damit erzielt. Die neuen Funktionalitäten machen für B2B-orientierte Shops durchaus Sinn und die Enterprise Edition positioniert sich klar. Sie nimmt neben der Community Edition einen viel größeren Stellenwert ein, als bisher.

Die letzten Zweifler sollten im September überzeugt sein. Wir freuen uns jedenfalls sehr und scharren bereits mit den Hufen! Bei Fragen stehen wir gerne zur Verfügung!

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