Hinter den Kulissen

basecom goes SymfonyLive Cologne 2017

L etzte Woche hieß es endlich wieder basecom goes SymfonyLive und unsere Entwickler konnten sich im KOMED im Mediapark in Köln drei Tage ganz dem Thema Symfony widmen, ein Teil der erfolgreichen Veranstaltungsreihe sein und ihr Wissen weiter vertiefen.

 

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Was ist die SymfonyLive?

Die SymfonyLive ist ein Event für alle Symfony- und PHP-Entwickler, welches von SensioLabs, den Herausgebern des PHP-Frameworks Symfony veranstaltet wird. Das Event ist international bekannt und findet jährlich u.a. in London, Paris und San Francisco statt. Wir freuen uns natürlich sehr, dass die SymfonyLive ebenfalls jedes Jahr in Deutschland organisiert wird und sie nicht nur deshalb für uns zu einem Pflichttermin geworden ist.

Mittlerweile fand das bis dato jährliche Event bereits zum sechsten Mal in Deutschland statt. Wie schon in den Vorjahren ermöglicht es Einsteigern sowie erfahrenen Entwicklern sich auszutauschen und mehr über die neuesten technischen Innovationen des Frameworks zu erfahren. Die ersten beiden Tage begannen mit einem klaren Schwerpunkt auf den Workshops, sodass die Speaker ihr Wissen durch konkrete Berichterstattung persönlicher PHP-Projekte an kleine Gruppen weitergegeben haben. Am Freitag lag der Fokus eher auf der eigentlichen Konferenz, bei der ein umfangreiches Vortragsprogramm geboten wurde. Abgerundet wurde die Veranstaltung abschließend mit dem Hackday am Samstag, an dem Entwickler gemeinsam an Symfony-Anwendungen arbeiten.

Kurz für alle Neulinge: Symfony ist das führende PHP-Framework, welches uns in der täglichen Arbeit für individuelle Weblösungen begleitet. Mehr Infos dazu gibt’s auch hier

Themenüberblick SymfonyLive Cologne 2017

Außenstehende wären bei den gebotenen Themen wahrscheinlich ratlos und von dem technischen Input mehr als überfordert, aber unsere anwesenden Entwickler Max, Christian, Marc und Felix waren bestens zufrieden und berichten im Folgenden von verschiedensten Symfony-Aspekten, die auf der Veranstaltung thematisiert wurden.
 

Unser Softwareentwickler Max (links im Bild) war bei der SymfonyLive Cologne 2017 dabei und gibt uns einen kurzen Überblick über die präsentierten Themen: 

Die Keynote von Dr. Carola Lilienthal war der Impulsvortrag des Events. Sie gab interessante Einblicke in Ihre Arbeit als Softwarearchitektin und widmete sich dem Thema Technische Schulden, den negativen Konsequenzen ungenauer Programmierung. Dabei hatte sie für die Zuschauer viele hilfreiche Tipps zum Erkennen und Minimieren von eben diesen Fehlern parat. Sie betonte, dass viele Entwickler versuchen herauszufinden, was der Code tatsächlich macht und sich weniger auf das Lösen des Problems konzentrieren. „70% der Programmierzeit wird verwendet um den Code zu verstehen, 20% die Lösung zu überlegen und nur 10% um diese Lösung zu implementieren.“

Sie gab den Hinweis, dass man lieber „einfach statt spektakulär“ programmieren soll, damit alle Beteiligten mühelos an dem Projekt weiterarbeiten können. Die Software sollte sowohl technisch als auch fachlich voneinander getrennt und lediglich logische Bereiche zusammenfasst und gekapselt werden. Sie ist z.B. von Pair Programming (2 Entwickler arbeiten an einem Rechner) und Mob Programming (das ganze Team entwickelt an einem Rechner) überzeugt, da alle Entwickler gemeinsam arbeiten und versuchen die beste Lösung zu finden. Das hilft sowohl bei der Entwicklung, als auch bei der Konzeption. Zukünftig können Fehler so schneller gefunden werden und Anpassungen geradewegs vorgenommen werden, sodass der Code stabiler für die Zukunft geschrieben und gehalten wird.

Bastian Hofmann, Softwareentwickler bei Research Gate, machte in seinem Vortrag "Erwarte die Ausnahmen - Elegante Fehlerbehandlungen" deutlich, wie wichtig es ist, ein Logging über das gesamte System zu führen und ein Tool zur Auswertung der entstandenen Fehler und Probleme zu nutzen. So lassen sich Fehler, schneller finden und beheben.  Außerdem gab er den Hinweis, einen Circiut Breaker bei externen Services zu nutzen um die Ladezeiten möglichst gering zu halten. 

Den Vortrag "Build and ship a feature on Trivago" von Christoph Reinartz beschreibt Max als unterhaltsamen Vortrag bei dem der Arbeitsablauf eines neuen Features bei Trivago gezeigt wurde. Dabei ging es um den Ablauf vom Anlegen eines Tickets in Atlassian Jira über die Umsetzung und Codereview bishin zum Deployment. 

Christian Flothman, Softwareentwickler bei SensioLabs, gab bei seinem Thema „Business Workflow in Symfony modellieren“ eine Zusammenfassung der Workflow Komponenten anhand der yml Konfiguration an einem praktischen Beispiel eines Onlineshops. Außerdem ermöglichte er als Mitglied des Symfony-Teams, einen Ausblick auf die Verbesserungen in Symfony 3.3. 

Bei Lukas Sadzik, ebenfalls SensioLabs-Entwickler, drehte sich alles um „Ansible Tips n’ Tricks“, also den Nutzen von Ansible. Er berichtete von seinen Erfahrungen und gab Best Practice Beispiele.

In dem Vortrag "Dependency Management ist mehr als composer update“ wies Nils Adermann darauf hin, worauf man beim Dependency Management achten sollte. Er merkte an, dass composer.lock immer im git gespeichert werden sollten, damit stets der aktuellste Stand installiert ist. Außerdem sollte das composer update immer in Paketen und zunächst mit dem Parameter „dry-run“ angegeben werden, um die Änderungen zu überprüfen.

Der PHP-Gründer Sebstian Bergmann und der Drupal-Evangelist Jeffrey McGuire gaben ihren Vortrag den Titel „The more testing you do“. Die beiden erläuterten, warum das Testing so wichtig ist und welche Vorteile sich daraus ergeben können. Dabei ging es um Kommunikationsmittel gegenüber Management und Kunden sowie der erfolgreichen Dokumentation dessen in Projekten. Durch eine bessere Qualität beim Testen erreicht man schließlich eine stabilere Software. Zwar würden die Entwicklung der ersten Projekte ca. 20% länger dauern, aber langfristig werden die Systeme deutlich wartbarer und stabiler.  

Unter den präsentierten Themen bezeichnet Max den Vortrag von Andreas Sperber „Was Symfony für IT-Sicherheit unternimmt und was nicht“  als sein persönliches Highlight. Herr Sperber machte deutlich, wie wichtig die Sicherheit eines Systems ist und wie diese geschützt werden kann. Beispielsweise machte er darauf aufmerksam, dass schreibende Operationen immer durch einen CSRF-Token geschützt werden sollten, als beliebten Fehler gab er hier das Löschen eines Objekts per GET-Request an. Um sich vor Cross-Site-Scripting(CSS), Content Spoofing (CS) und Injections zu schützen, gab er als Rat, die Formulardaten sinnvoll zu validieren, immer wenn möglich das Autoescaping von TWIG, auch für E-Mail Templates, zu nutzen und die Content-Security-Policy-Header (CSP) zu einzusetzen um Formulardaten und Bild-Urls beispielsweise nur von der System-Url zuzulassen.

Marc war ebenfalls vor Ort und berichtet uns von seinem persönlichen Highlight: „Der Vortrag "Learn Redis the hard way ... in production" von Andy Grunwald, Softwareentwickler bei Trivago, war für mich sehr spannend. Eine gute Mischung aus Komödie und Lessons learned. Es war interessant zu hören, wie so ein großes Unternehmen manchmal ratlos ist und eiskalt auf die Schnauze fällt.“

Es gab alles in allem sehr viele lehrreiche und interessante Vorträge, die genau die Zielgruppe angesprochen haben, sodass wir uns schon auf die nächste Veranstaltung freuen.

basecom und SensioLabs

Durch unsere langjährige Arbeit mit Symfony und als einer von vier offiziellen SensioLabs-Partnern in Deutschland, war es für uns natürlich selbstverständlich bei diesem Event präsent zu sein. Unsere positive Erfahrung der letzten Jahre hat uns überzeugt, dieses Mal die SymfonyLive aktiv als Gold Sponsor zu unterstützen. Weiterhin wurde zum Ende der Veranstaltung, die SymfonyLive in Berlin für den 25.-27. Oktober angekündigt. Jetzt heißt es Warten und Vorfreude genießen! 

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