Vorteile von Open-Source-Software für Ihr IT-Projekt

Ob komplexe E-Commerce-Landschaften auf Basis von Magento, emotionale Online-Shopping-Erlebnisse mit Shopware, leistungsstarke Enterprise-CMS-Lösungen durch Typo3 oder nutzerfreundliche Webanwendungen basierend auf Symfony, wir setzen bei der Realisierung kundenindividueller IT-Projekte bereits seit einigen Jahren auf Open-Source-Software.

Dabei stellen wir immer wieder fest, dass es nach wie vor unbegründete Vorurteile gegenüber Open-Source-Software gibt. So ist quelloffene Software weder nur etwas für technikbegeisterte Softwareentwickler, noch bedeutet Open Source, dass die Software offen und somit unsicher ist. Ganz im Gegenteil. Open-Source-Software birgt zahlreiche Vorteile und in Projekten profitieren unsere Kunden in vielerlei Hinsicht von diesen Vorzügen.

Um die Skeptiker in Ihrem Unternehmen zu überzeugen, haben wir im Folgenden drei wichtige Aspekte, die für die Verwendung von Open-Source-Software für Ihr Projekt spricht, ausgeführt.

Anpassbarkeit von Open-Source-Software

Eine Open-Source-Lösung liefert stets ein solides Grundprodukt mit zahlreichen Funktionen. Diese Basis kann durch individuelle Anpassungen sowie Erweiterungen optimal auf Ihre Anforderungen zugeschnitten und in bestehende Infrastrukturen sowie Prozesse integriert werden. Natürlich lässt sich dies ebenfalls durch eine komplette Neuentwicklung realisieren. Bei der Anpassung von Open-Source-Software lassen sich jedoch Synergieeffekte aus den bewährten Funktionen des Grundprodukts und der Individualisierung heben, die sowohl in einer wesentlich kürzeren Entwicklungszeit als auch in einer kostengünstigeren Realisierung münden.

Kommerzielle Softwarelösungen sind hier wesentlich starrer und bei weitem nicht so individualisierbar wie Open-Source-Software. Funktionserweiterungen sind abhängig vom Software-Hersteller. So kann es passieren, dass eine Funktion oder Erweiterung, die Sie dringend für Ihren individuellen Anwendungsfall benötigen, weit hinten auf der Roadmap des Herstellers liegt oder aufgrund von fehlenden Ressourcen sogar gestrichen wird.

Wiederverwendbarkeit von Code

Durch die Verwendung von bereits programmierten Komponenten und Plugins kann in der Realisierung eines Projektes ein immenser Aufwand eingespart werden. Ein Projekt zu einer Webanwendung auf Basis von Symfony profitiert beispielsweise vom sogenannten Bundle-System des führenden PHP-Frameworks. So kann eine vollständige Benutzerverwaltung von Registrierung über Login-Funktion bis Passwort zurücksetzen, inklusive jeglicher Prozesse im Hintergrund, durch das FOSUserBundle realisiert werden. Im Vergleich zu einer kompletten Neuentwicklung dieser Funktionalität ist die Integration und Konfiguration dieses Bundles in einem Bruchteil der Zeit zu realisieren. Die Symfony-Bundles enthalten alle notwendigen Daten und Informationen zur Lauffähigkeit der jeweiligen Funktion, sind eigenständig, aber miteinander kombinierbar. Deshalb lassen sich problemlos mehrere Bundles innerhalb eines Projektes verwenden. So kann im Vergleich zu einer kompletten Neuentwicklung in einer kürzeren Entwicklungszeit eine hohe Funktionalität geschaffen werden, die zudem stets durch eine hohe Code-Qualität und Stabilität überzeugt.

Viele Open-Source-Produkte punkten zudem mit eigenen Marktplätzen oder sogenannten Extension Stores (Beispiel: Shopware Marktplatz). Von kleinen Erweiterungen für Standardfunktionen bis hin zu komplexen Schnittstellen liefern diese Plattformen eine Vielzahl von wiederverwendbaren Funktionen. Auch diese Plugins sind bereits vollständig programmierte Funktionserweiterungen, die oft nur installiert und konfiguriert werden müssen.

Anbieterunabhängigkeit dank quelloffener Software

Mit einer Entscheidung für kommerzielle Software bewegen Sie sich häufig in ein langfristiges Abhängigkeitsverhältnis zum Hersteller. So können Anpassungen nur in einem bestimmten Rahmen, nur von gelisteten Partnern oder nur zu teuren Konditionen im Rahmen bestimmter Lizenzen oder Pakete vorgenommen werden. Auch der Einsatz der Software kann mitunter in Art und Umfang beschränkt sein. Ein angestrebter Wechsel der Software ist durch hohe Wechselkosten, technische Barrieren und Laufzeiten meist nicht ohne Weiteres möglich.

Diese Einschränkungen und Hürden gelten für quelloffene Software nicht. Arbeitsschritte wie Integration, Anpassung und Weiterentwicklung der Software können durch eine eigene Softwareentwicklung, frei wählbare Dienstleister oder durch ein Zusammenspiel aus beidem vorgenommen werden. So betreuen wir zahlreiche Akeneo-, Magento– und Shopware-Systeme, die ursprünglich nicht bei uns entwickelt wurden. Unsere Kunden hatten somit den Vorteil, sich einen Dienstleister für die Betreuung und Weiterentwicklung ihres bestehenden Open-Source-Systems am Markt frei auszusuchen und waren nicht durch Vorgaben des Herstellers eingeschränkt.

Weitere Vorteile von Open-Source-Software

Höhere Sicherheit

Jeder kann Einsicht in den Quellcode nehmen und Verbesserungen einreichen. So werden Sicherheitslücken sowie Schadcode schneller erkannt und geschlossen.

Offene Standards

Die Kompatibilität zu Drittsystemen und eine nahtlose Integration in bestehende IT-Infrastrukturen ist durch die Entwicklung entsprechender Schnittstellen stets gewährleistet.

Kosten

Lizenzgebühren fallen in der Regel erst mit einer Enterprise-Version und darin enthaltenen Hersteller-Support an. Diese sind im Normalfall jedoch weit unter den Kosten für eine proprietäre Alternative.

Aktualität

Eine zügige und stetige Weiterentwicklung durch die bestehende Community sorgt für eine aktuelle und zukunftsfähige Softwarelösung.

Über den Autor

Christoph Jung leitet die Business Unit Spryker und ist seit 2017 bei basecom für den Erfolg verschiedenster E-Commerce Projekte verantwortlich.