Content Management Systeme im Vergleich

Eine Webseite ist in der heute immer schneller wachsenden digitalen Welt fast schon Pflicht, stellt sie doch meistens den allerersten Kontaktpunkt zwischen Kunde und Anbieter dar. Nicht selten scheuen sich Unternehmen jedoch davor eine attraktive und moderne Webseite zu betreiben, weil dies immer mit einem nicht unerheblichem Folgeaufwand verbunden ist. Schließlich müssen die Inhalte der Webseite stets aktuell gehalten werden, Bilder, Videos und Texte hierfür ausgetauscht und regelmäßig angepasst werden. Daher steht am Anfang eines solchen Projektes vor allem die Frage nach der richtigen Technologie im Raum. Um die Pflegbarkeit von Webseiten so einfach wie möglich zu gestalten, haben sich in den letzten acht Jahren sogenannte „CMS bzw. Content-Management-Systeme“ am Markt etabliert. Um einen kleinen Vorgeschmack auf unsere alltägliche, strategische Arbeit zu geben, haben wir aktuell einmal die beliebtesten CMS unter die Lupe genommen.

Die Statistik, die uns Google zu den Content-Management Systemen TYPO3, WordPress, Drupal und Joomla liefert, verdeutlicht, wie die Nachfrage der einzelnen Systemen in den letzten Jahren zu- bzw. abgenommen hat.

TYPO3 – Die anfänglich hohe Nachfrage hat im Laufe der letzten Jahre deutlich nachgelassen.

WordPress – Die Nachfrage nach WordPress ist in den letzten Jahren extrem gestiegen und scheint auch perspektivisch nicht abzubrechen.

Drupal – Die Nachfrage nach Drupal ist mehr oder weniger konstant, jedoch eher gering.

Joomla – Nach einem großen Aufschwung lässt die Nachfrage nach Joomla in letzter Zeit stark nach.

TYPO3

TYPO3 war ein sehr beliebtes CMS für komplexe Webseiten, da es sehr viele Möglichkeiten der Individualisierung bietet. Sehr viele, im Voraus implementierte Funktionen erfordern logischerweise einen enorm hohen Konfigurationsaufwand und benötigen außerdem sehr viel Rechenleistung im aktiven Betrieb. Weiterhin lässt sich festhalten, dass das TYPO3 System im Allgemeinen sehr viel Aufwand erfordert, beispielsweise bei der Anpassung der Verwaltungsebene. Ein Vorteil ist hingegen, dass sich mit entsprechendem Aufwand praktisch alle Funktionen umsetzen lassen. Außerdem ist aufgrund der weiten Verbreitung immer ein Spezialist greifbar.

Drupal

Drupal ist in gewisser Weise eher ein Baukastensystem mit der Struktur eines CMS. Es liefert von vorn herein eine Menge Funktionen und bietet dadurch die Möglichkeit seine Webseiten sehr individuell zu gestalten. Fehlende Funktionen lassen sich durch weitere „Bausteine“ implementieren, jedoch erfordert dies einen gewissen Aufwand. Die Anpassung und Verwaltung ist im Allgemeinen sehr aufwendig und auch die Lasten des Servers sollten beobachtet werden. Das CMS richtet sich damit eher an Benutzer, die auf der Suche nach einer objektorientierten Verwaltung sind oder ggf. eine Community aufbauen wollen.

Joomla

Joomla existiert schon sehr lange, wodurch sich mittlerweile eine große Fangemeinde gebildet hat. Gründe dafür sind nicht zuletzt die einfache Installation und die hervorragende Dokumentation. Außerdem lässt sich das System sehr einfach modular erweitern und optisch durch Designs verändern. Die Modularität stellt jedoch gleichzeitig einen großen Nachteil dar, da das System erst durch eine Menge Erweiterungen wirklich sicher und nutzbar wird. Außerdem ist das Rechtemanagement eher suboptimal gelöst.

WordPress

WordPress wurde ursprünglich zur Erstellung von Blogs entwickelt. Mittlerweile etablierte es sich jedoch zu einem ernst zu nehmenden CMS auch zur Erstellung von großen Webseiten. Die rasant steigende Beliebtheit sorgt dafür, dass sich auch der Funktionsumfang exponentiell erweitert. So zählt WordPress aktuell etwa 20.000 Plug-Ins zur Erweiterung und über 15.000 Templates, mit denen das Design schnell und einfach angepasst werden kann. Sowohl die Einrichtung, als auch die regelmäßigen Updates sind schnell und einfach durchgeführt. Außerdem benötigt WordPress in der Regel sehr wenige Ressourcen vom dahinter liegenden Server. Sicher einer der größten Vorteile ist die SEO-Optimierung, welche das CMS out-of-the-box mit sich bringt. Viele Nutzer berichten von einem enormen Anstieg der Besucherzahlen, nach dem Umstieg auf WordPress. Hinzu kommt eine große Fangemeinde, welche bei allen denkbaren Fragen schnell und kompetent zur Verfügung steht. Lediglich bei äußerst komplexen Seiten kann die Umsetzung mit WordPress aufwendig werden, da unter Umständen viele Plug-Ins installiert werden müssen oder sogar Anpassungen am Code notwendig sind.

Unser Fazit

Alle genannten Content Management Systeme eignen sich vom Grunde her sehr gut zur Umsetzung von Webseiten. Summiert man jedoch alle Vor- und Nachteile kommt man aktuell unweigerlich zu dem Ergebnis, dass WordPress in sehr vielen Fällen die effizienteste und zukunftsorientierteste Wahl ist, da es viele Funktionen bietet, gleichzeitig aber einfach zu bedienen ist und dabei wenig Rechenleistung benötigt. Außerdem lassen sich nahezu alle offenen Fragen über die große Community lösen und alle benötigten Funktionen über Plug-Ins realisieren, welche entweder schon vorhanden oder aber mit überschaubarem Aufwand selbst programmiert werden können. Unterstrichen werden die Vorteile vom aktuell gehypeten WordPress auch durch weitere Statistiken, die besagen, dass etwa 50 – 60% aller auf einem CMS basierenden Seiten ein WordPress „unter der Haube“ haben. Die aktuelle WordPress Version 3.8 wurde dabei mittlerweile fast 30 Millionen Mal heruntergeladen.