Planet der API – Evolution!

Im Zuge der digitalen Transformation gewinnt auch im E-Commerce der Datenaustausch zwischen verschiedenen Softwaresystemen zunehmend an Bedeutung. Um die Kommunikation zwischen verschiedenen Anwendungen zu ermöglichen, werden sogenannte Application-Programming-Interfaces – kurz API – eingesetzt. Moderne E-Commerce-Technologien wie das Spryker Commerce OS setzen deshalb immer öfter auf einen API-first-Ansatz. Um die Vorteile dieses Ansatzes zu verstehen, lohnt sich ein Besuch auf dem Planet der Affen.

Was bisher geschah: 1972 verließ der Astronaut George Taylor als Kommandant des Forschungsraumschiffs Liberty 1 die Umlaufbahn der Erde. Nach achtzehnmonatiger Reise bei annähernder Lichtgeschwindigkeit landete sein Raumschiff im Jahr 3978 auf dem Planeten der Affen. Am 21. Juli 1969 betrat Neil Armstrong als erster Mensch den Mond. Wäre auch sein Raumschiff auf Lichtgeschwindigkeit beschleunigt worden und hätte auf Umwegen die Erde des Jahres 2019 erreicht, hätten Armstrong und seine Kollegen Buzz Aldrin und Michael Collins nicht schlecht gestaunt – über den Planeten der API.

Mit dem Film, in dem der Astronaut Taylor (Charlton Heston) auf einem Planeten gelandet war, der von Affen beherrscht wurde, landete Regisseur Franklin J. Schaffner 1968 einen großen Erfolg. Nachdem Charlton Heston beim Anblick der zerstörten Freiheitsstatue den Irrsinn der Menschheit angeklagt hatte, war der Planet der Affen bis 1973 das Ziel von vier weiteren der Filmreisen. Dann wurde es lange still um den fernen Planeten, der eigentlich unsere Erde ist. Aber was hat das mit E-Commerce zu tun? – Ich bin froh, dass Sie fragen!

Planet der Affen revisited

Seit der Mondlandung hat die Computertechnologie enorme Fortschritte gemacht. Und auch wenn wir noch nicht mit Lichtgeschwindigkeit durchs Weltall fliegen, war doch vieles, was wir heute für ganz selbstverständlich halten, 1969 bestenfalls Science Fiction – sogar die Science Fiction selbst. 2011 kam der erste Teil einer neuen Planet-der-Affen-Trilogie in die Kinos. Der Unterschied zwischen den Affen-Filmen der 60er und 70er Jahre und der aktuellen Trilogie könnte kaum größer sein. Inhaltlich und formal, vor allem aber technisch. Was sie trennt, ist nicht weniger als eine Revolution: Die digitale Revolution. Die damit verbundenen Umwälzungen sind natürlich nicht auf die Filmindustrie beschränkt. In den 70er Jahren ist der Planet der Affen analog. Charlton Heston und zahlreiche Schauspieler mit aufwendig gestalteten Affenmasken wurden auf Zelluloid gebannt. Kurz: Charlton Heston ist der Otto-Katalog. 2011 ist der Planet der Affen digital. Der Schauspieler Andy Serkis, der den Oberaffen Cesar spielt, trägt keine Maske, sondern Motion Capture Marker. Gesten und Mimik des Schauspielers können so im Performance-Capture-Verfahren erfasst und anschließend digital bearbeitet werden. Der verblüffend real wirkende Cesar ist ein digitaler Affe. Andy Serkis ist Zalando. Ebenso wie der Planet der Affen hat sich auch die Welt des Handels in den vergangen Jahrzehnten verändert und wird sich weiter verändern. Der digitale Handel ist einer dynamischen Entwicklung unterworfen, die zukunftssichere und flexible E-Commerce-Lösungen verlangt. Ein wichtiger Teil dieser Lösungen ist der API-first-Ansatz, den Spryker konsequent verfolgt. Um zu verdeutlichen, was API first für den E-Commerce leistet und warum dieser Ansatz für die Zukunft des Online-Handels so bedeutsam ist, werden wir uns den Planeten der Affen noch einmal genauer ansehen.

Primat der API – API first

Die deutschen Untertitel der Affen-Trilogie lauten Prevolution, Revolution und (inkonsequenterweise) Survival. Anders als die amerikanischen Originaltitel verweisen sie auf ein Hauptthema der Filmreihe: Die Schaffung, Entwicklung und den Erhalt einer Gesellschaft der Affen. Die Voraussetzung für diese Gesellschaft ist die Fähigkeit zur Kommunikation. Diese Fähigkeit erlangen die Affen im Film durch ein Virus, das ihre Intelligenz schlagartig deutlich erhöht. Das Virus ist gewissermaßen die API der Affen. Es ermöglicht den verschiedenen Primaten – den Schimpansen, Gorillas und Orang-Utans – sich zu organisieren und ihre jeweiligen Stärken und Talente sinnvoll in die Gemeinschaft einzubringen – Orang-Utans unterrichten die Kinder, Gorillas verteidigen das Dorf der Affen.

Die gleiche Funktion übernehmen APIs (oder Programmierschnittstellen) in Softwareanwendungen: Sie stellen die Kommunikation zwischen verschiedenen Programmen oder Softwaresystemen her. Der Austausch von Informationen und Befehlen folgt dabei einer festgelegten Syntax. Beim Spryker Commerce OS sorgt die Glue API dafür, dass einzelne, unabhängige Softwaremodule miteinander verbunden werden können. Die API ermöglicht es so, durch den modularen Aufbau der Software ganz individuelle E-Commerce-Lösungen zu realisieren. Dieser Ansatz bietet für die Realisierung von E-Commerce-Projekten ebenso wie für die Affengesellschaft eine Reihe von Vorteilen. Zum einen können die verschiedenen Module und Funktionalitäten je nach Bedarf eingesetzt, erweitert oder ausgetauscht werden, ohne dass andere Module davon betroffen sind. Komplexe Anwendungen lassen sich so vereinfachen, es entsteht eine klarere Programmstruktur und die Software ist besser zu warten. Zum anderen sind Frontend und Backend völlig voneinander getrennt: Spyker ist deshalb nicht auf ein klassisches Shop-Frontend festgelegt, sondern unterstützt grundsätzlich von nativen Apps bis zu IoT-Anwendungen oder Sprachassistenten jeden aktuellen oder zukünftigen digitalen Touchpoint.

Übertragen auf die Gemeinschaft der Affen bedeutet das, dass jeder Primat sich unabhängig von den anderen spezialisieren und weiterentwickeln kann. Ist ein Affe verletzt oder krank, sind die anderen nicht automatisch mitbetroffen. Der kranke Affe kann gesund gepflegt werden, ohne dass die Funktion der Gemeinschaft dadurch wesentlich gestört wird. Falls nötig kann ein anderer Affe die Aufgaben eines kranken, verletzten oder alten Artgenossen übernehmen. Das kognitive Vermögen und die Fähigkeit zu komplexer Kommunikation, die die Affen durch ihre Virus-API erlangt haben, wirkt sich aber nicht nur auf das Verhältnis der Tiere untereinander aus, sondern verändert auch Ihre Möglichkeiten als Gemeinschaft mit ihrer Umwelt zu interagieren. Sie sind dadurch in der Lage, besser mit veränderten Bedingungen und neuen Herausforderungen umzugehen.

Die Flexibilität und Anpassungsfähigkeit, die durch das Primat der API entstehen, ermöglichen eine evolutionäre Dynamik. Indem einzelne Elemente des Systems weiterentwickelt, ergänzt oder durch besser geeignete ersetzt werden, wird das System insgesamt gestärkt und kann so auf die unterschiedlichsten Anforderungen optimal reagieren. Gleichzeitig wird das Best-of-Breed-Prinzip gefördert. Sowohl im E-Commerce als auch in der Gesellschaft der Affen hat das API-First-Prinzip deutliche Vorteile. Deshalb wird im Film die Erde zum Planeten der Affen. Und deshalb ist die Welt des E-Commerce der Planet der API.

Die Zukunft der Vergangenheit

Als der Astronaut George Taylor auf dem Planeten der Affen landete, konnte er sich nicht vorstellen, dass er auf dem selben Planeten war, den er etwa 2000 Jahre vorher verlassen hatte. Es hatte sich einfach zu viel verändert. Aber auch in der realen Welt hat sich in den vergangenen Jahrzehnten einiges getan. Besonders rasant war und ist die Entwicklung der digitalen Technologien. 1969 hat sich Neil Armstrong wahrscheinlich nicht vorstellen können, dass 50 Jahre später fast jeder US-Bürger in seiner Hosentasche über mehr Rechenleistung verfügt, als die NASA-Computer, die ihn gerade auf den Mond gebracht hatten. Genauso wenig wie Armstrong wusste, wie unsere Gegenwart aussehen würde, wissen wir heute, was die Zukunft bringt.

Das gilt natürlich auch für die Zukunft des E-Commerce. Unternehmerinnen und Unternehmer, die diese Zukunft mitgestalten wollen, sollten deshalb vor allem flexibel und offen gegenüber Veränderungen sein. Das Spryker Commerce OS bietet dazu eine hervorragende technische Basis. Der modulare Aufbau, die konsequente Trennung von Backend und Frontend und die Glue API gewährleisten maximale Flexibilität und Dynamik beim Aufbau und der Entwicklung individueller E-Commerce-Projekte. Die große Offenheit des Systems gegenüber unterschiedlichsten Frontend-Anwendungen, seine hervorragende Performance hinsichtlich Website-Geschwindigkeit und Systemsicherheit und seine enorme Anpassungsfähigkeit an aktuelle wie zukünftige Herausforderungen garantiert dabei eine nahezu endlose Skalierbarkeit des Spryker Commerce OS: Die Veränderung ist Teil der Spryker-DNS. Auf dem Planet der API ist das überlebenswichtig, denn nach der digitalen Revolution ist die nächste Phase die digitale Evolution.

Wenn Sie bereit sind, mit Ihrem Online-Business den nächsten Schritt in der digitalen Evolution zu gehen und mehr über das innovative, modulare Spryker Commerce OS und den API-first-Ansatz erfahren möchten, klicken Sie hier!

Über den Autor

Jan Gebhardt ist seit 2019 für basecom im Content-Marketing tätig. Wenn er nicht über basecom-Themen wie E-Commerce-Systeme, PIM-Lösungen und Individualentwicklungen schreibt, fährt er gerne Ski oder liest ein gutes Buch.