Rückblick zur International PHP Conference und webinale

In der letzten Woche waren unsere Symfony-Entwickler Frank und Marco in Berlin gleich auf zwei Konferenzen unterwegs. Im Zentrum der Hauptstadt haben die beiden an der IPC (international PHP2017 conference) und der webinale teilgenommen. Welche Vorträge sie vor Ort besucht haben und welche Eindrücke sie mitgenommen haben, erfahrt ihr in diesem Artikel.

Zwei Events in Einem – IPC und webinale

Vor Ort profitieren die Besucher von zwei parallellaufenden Konferenzen. Für die International PHP Conference kommen überwiegend PHP Experten, Anwender und Entwickler zusammen, um neues Know-How mitzunehmen und sich rund um aktuelle Web-Development-Themen auszutauschen. Weltweit handelt es sich hierbei um die erste PHP Konferenz, welche seit über 10 Jahren veranstaltet wird.

Die webinale hingegen wird als Konferenz für digitale Professionals, Trendsetter und Macher im World Wide Web bezeichnet. Die Vorträge sind auf die Themen UX, Webdesign, Online-Marketing und Business-Innovations fokussiert. Die webinale feierte in diesem Jahr ihr 10-jähriges Jubiläum. Nach Belieben können die Vorträge von beiden Konferenzen besucht werden, sodass die Besucher von dem persönlich besten der beiden Fachkonferenzen profitieren.

Die Highlights

Insgesamt gab es auf der IPC über 90 Fachvorträge, welche Dank der Verbindung von IPC und webinale bunt gemischt waren. Die Vielfalt ging von Backend Entwicklungen in PHP und Javascript Entwicklungen im Frondend Bereich, über UX und Webdesign bis hin zu E-Commerce-Themen. Marco und Frank berichten jetzt aber von Ihren persönlichen Highlights und lassen uns an Ihren Eindrücken teilhaben:

„Am 2. Tag eröffnete Sebastian Meyer (Software &Support Media) offiziell die Konferenz und begrüßte die anwesende Community. In seiner Eröffnung gab er einen kurzen Überblick über das bevorstehende Programm. Anschließend haben wir uns für unterschiedliche Themenschwerpunkte entschieden, um ein breitgefächerten Eindruck mitzunehmen.

Den kommenden Trend der Element Queries in der Webentwicklung machte Jonas Hellwig (Webentwickler bei Kulturbanausen) zu seinem Kernthema in „Element Queries in Responsive Webdesign“. Hier wurden einige gewinnbringende Aspekte betrachtet, u.a. welche Vorteile Element Queries in Bezug auf responsive Webseiten mit sich bringen. Das Problem ist, dass man mit einem Media Query zwar abfragen kann, ob das jeweilige Gerät eine bestimmte Eigenschaft besitzt und entsprechend darauf reagiernen kann, diese Eigenschaft allerdings nicht zwangsläufig so relavant ist. Beispielweise ist die Viewport Breite nicht wichtig für ein Element in einem Teilbereich des Layouts. Wenn man sich mit responsiven Layouts beschäftigt, merkt man schnell, dass Media Queries an ihre Grenzen stoßen. Da bietet Element Queries die Lösung, da diese eigene Breakpoints besitzen und beispielsweise auf den verfügbaren Raum im gesamten Element reagieren.

Carsten Sandtner (Head of Software Development, Gesellschaft für Kommunikation) gab in seinem Vortrag „State of the Web APIs“, einen Überblick der aktuellen, sowie der sich in Arbeit befindenden Browser APIs und erläuterte, wie diese verwendet werden können. Dabei wurden viele interessante Schnittstellen erläutert, u.a. APIs zur Spracherkennung, für die Entwicklung von VR oder APIs für USB Zugriffe. Leider sind die meisten der APIs noch nicht standardisiert, bzw nur in wenigen oder gar nur in einem Browser implementiert.

In „Monolith First“ erläuterten Benjamin Eberlei (Tidedways) und Tobias Schlitt (Qafoo) welche Vorteile es haben kann eine Applikation zuerst einmal als eine große Anwendung zu erstellen und ggf. im Nachhinein einzelne Teile auszulagern. Sie wendeten sich somit gegen den Trend alles in MicroServices zu packen. Die Idee hinter MicroServices ist es, möglichst alles sehr kleinteilig zu splitten, sodass sich jeder Service um bestimmte Aufgaben kümmert. Das Problem, welches sich bei dieser Herangehensweise ergibt, ist dass der Wartungsaufwand sowie der Aufwand beim Deployen der Applikationen mit zunehmender Anzahl an Services steigt. Hier ist es wichtig, z.B. auf Abhängigkeiten unter den Services zu achten. Bei dem vorgeschlagenen Modell beginnt man zuerst mit einer Applikation, in der alles enthalten ist. Wenn das Ganze läuft und sich der Aufwand lohnt, kann man beginnen einzelne isolierte Aufgaben in Services auszulagern.

Besonders informativ und passend zu aktuellen Technologien war der Vortag „Alexa: Was kannst du eigentlich?“ von Marcel Naujeck und Marcus Person. Hier wurden die Möglichkeiten und das große Potential von Alexa aufgezeigt. Kernaussage war, dass mit Alexa bzw. mit derartigen intuitiven Sprach-Devices eine neue Ära eingeläutet wurde, die aktuell ganz am Anfang steht. Es hat sich schon eine Entwicklergemeinde rund um die Alexa Apps (Skills) gebildet. Google Home folgt zudem mit seinem eigenen Device und soll von der Spracherkennung und aufgrund des Google Datenpools nochmal etwas besser sein.“

Bei dem sehr interessanten Vortag „UX in Motion: Principles for creating meaningful Animation in interfaces“ legte Val Head (Web Animation Expert and Autor) den Themen Schwerpunkt auf die Möglichkeiten bei der Gestaltung einer Website. Sie erläuterte, wie man die User Experience verbessern kann, indem man zum Beispiel anhand  grafischer Animationen und Anordnungen einen Bezahlvorgang verbessert.

Karl Kratz ist Experte für Online-Marketing und berichtete in seinem Vortrag „die Kunst digitaler Verführung“ wie man die volle Aufmerksamkeit von seinen Besuchern erlangt. Anhand von anschaulichen Beispielen zeigte er auf spannende und unterhaltsame Weise, wie man die eigenen Produkte im Online-Shop darstellt und wie diese auf den Kunden wirken.“

Insgesamt haben die beiden einen sehr guten Eindruck bekommen, in welche Richtung PHP sich entwickelt und inwiefern sich PHP 7, welches vor einiger Zeit released wurde, langsam zum Standard jedes PHP Projektes wird. Schließlich bringt PHP 7 im Vergleich zu den vorherigen Versionen einen starken Performance-Schub für jede PHP Anwendung. Es ist immer wieder wichtig, sich regelmäßig in der PHP Community auszutauschen und Teil dieser Strömung zu sein, um so auch einen Überblick über die Arbeit anderer Unternehmen zu bekommen. Als weiteres Fazit ziehen sie, dass der Besuch der webinale besonders auch für Kollegen aus der Grafik und UX sinnvoll ist. basecom wird also auch im nächsten Jahr wieder vertreten sein.