5 E-Commerce-Trends die 2020 wichtig sind

Die besinnlichen Tage sind vorbei und 2019 ist Geschichte. Zeit nach vorne zu schauen: Zu Beginn des Jahres wagen wir einen Blick in die Glaskugel und stellen Ihnen unsere fünf Top-E-Commerce-Trends des Jahres 2020 vor. Spoiler: Der wichtigste Trend ist gar keiner.

Headless Commerce & API first

Das neue Jahr startet genauso kopflos, wie das alte aufgehört hat: Headless und API first zählen auch 2020 zu den heißesten Buzzwords im E-Commerce. Flexibilität ist im Onlinehandel der Zukunft ein absolutes Muss: Das klassische Shop-Frontend wird zunehmend durch neue digitale Kanäle in Frage gestellt. Wer im E-Commerce auch morgen noch ein Wörtchen mitreden möchte, muss bereit und in der Lage sein, über die unterschiedlichsten Touchpoints mit seinen Kunden zu interagieren. Das gilt im B2C-Bereich ebenso wie im B2B. IoT-Anwendungen oder Voice Commerce sind nur zwei der digitalen Touchpoints, die zukünftig an Bedeutung gewinnen werden. Headless Systeme wie das Spryker Commerce OS oder Shopware 6 bieten Onlinehändlern deshalb die ideale technische Basis, um den Herausforderungen der kommenden Jahre zu begegnen. Da sie nach dem API-first-Prinzip aufgebaut sind, sind sie außerdem hervorragend anschlussfähig an Drittsysteme und bieten so die Möglichkeit, interne digitale Prozesse effizienter zu gestalten.  

Systemintegration & Automatisierung von Prozessen

Die sichere und effiziente Verarbeitung von Daten und die Optimierung interner Prozesse zählen zu den größten Chancen im Zusammenhang der digitalen Transformation. Gleichzeitig stellen sie aber viele Unternehmen nach wie vor auch vor große Herausforderungen. 2020 werden die Integration von Drittsystemen wie PIM-, ERP-, oder CRM-Systemen, sowie die Automatisierung von Prozessen deshalb eine weiterhin eine wichtige Rolle spielen. E-Commerce-Systeme, die über gute, leistungsstarke APIs verfügen sind hier im Vorteil. Insbesondere für Shopbetreiber mit einem großen Warenangebot, die ihre Produkte über verschiedene Kanäle oder in mehreren Ländern anbieten, bieten Produktinformationssysteme wie Akeneo PIM oder Pimcore PIM einen echten Mehrwert: Sie erleichtern das Management der Produktdaten, sorgen für eine zuverlässig hohe Datenqualität und ermöglichen es, Produktinformationen individuell in verschieden Kanälen auszuspielen. Durch die zentrale Verwaltung der Produktdaten lassen sich nicht nur Fehler vermeiden, sondern letztlich auch die Conversion Rates steigern.

Übrigens: Mit dem Software-Connector Oktopus bietet basecom eine hochperformante und preiswerte Lösung für die sichere, reibungslose und automatische Datenintegration, die 2020 auch Ihr digitales Ökosystem bereichern könnte. Oktopus ist nicht auf bestimmte Systeme oder Programme festgelegt, sondern grundsätzlich sehr vielseitig einsetzbar. Durch seine hervorragende Skalierbarkeit ist der Software-Connector  jeder Herausforderung gewachsen und Sie bekommen vom Mini-Oktopussy bis zum Riesenkraken genau den Oktopus, den Sie für Ihr Projekt brauchen.

Oktopus Connector

Künstliche Intelligenz & maschinelles Lernen

Künstliche Intelligenz gilt nicht erst seit gestern als einer der absoluten Megatrends der Digitalisierung und wird die E-Commerce-Branche auch 2020 beschäftigen. Experten sehen vor allem in den Bereichen Marketing und Customer Experience große Chancen für den Einsatz künstlicher Intelligenz bzw. maschinellen Lernens. Die Analyse von Kundendaten und Kundenverhalten ermöglicht es, Onlinekunden in Echtzeit individuelle Vorschläge und personalisierte Angebote zu machen. Auch im Bereich des Kundenservice wird KI voraussichtlich eine zunehmend wichtige Rolle spielen. Beispielsweise durch den Einsatz von Chatbots. KI kann so dazu beitragen, die Customer Journey insgesamt zu optimieren und deutlich stärker individuell auszurichten.

Augmented Reality

Den meisten Menschen ist es wichtig, sich vor dem Kauf einen möglichst guten Eindruck von dem Produkt machen zu können, für das sie sich interessieren. In dieser Hinsicht hat der stationäre Handel oft noch die Nase vorn: Kunden können sich die Ware von allen Seiten ansehen, sie anfassen, gegebenenfalls anprobieren oder ausprobieren und sich vor Ort darüber informieren. Insbesondere durch gute Produktinformationen, eine ansprechende und umfassende Präsentation, beispielsweise durch Produktbilder und Videos, konnten Onlinehändler diesen Nachteil gegenüber den stationären Geschäften ausgleichen, zum Teil sogar einen Vorteil gewinnen. Augmented Reality und Virtual Reality bieten nun weitere Möglichkeiten, dem Kunden online ein noch besseres Einkaufserlebnis und einen besseren Service zu bieten. Augmented Reality wird beispielsweise von Online-Optikern genutzt, um ihren Kunden die Möglichkeit zu geben, verschiedene Brillenmodelle ‘anzuprobieren’. Aber auch in anderen Bereichen, wie im Möbel- und Einrichtungshandel, kommt die Technologie bereits zum Einsatz und bietet Onlinehändlern einen echten Vorteil: Indem die Kunden Möbel oder Bodenbeläge virtuell in eine reale Umgebung einfügen können, machen Sie hier eine Einkaufserfahrung, die sie so im Ladengeschäft nicht haben. Für den E-Commerce ergeben sich in diesem Bereich große Möglichkeiten.

Customer Centricity!

Der vielleicht wichtigste Trend für den E-Commerce in 2020 ist eigentlich kein Trend, sondern seit jeher ein zentraler Leitsatz für Verkäufer und Dienstleister: Der Kunde ist König. Übersetzt ins 21. Jahrhundert und etwas modifiziert wird daraus Customer Centricity. Neue digitale Touchpoints und Headless Systeme, die Verbesserung des Datenmanagements und die Automatisierung, künstliche Intelligenz und Augmented Reality müssen im E-Commerce dazu dienen, die Bedürfnisse des Kunden besser zu erkennen und ihnen so gut wie möglich entgegen zu kommen. Im digitalen Handel wird es 2020 und darüber hinaus immer stärker darum gehen, Onlinekunden dort abzuholen wo sie sind, sie auf ihrer Customer Journey zu begleiten und ihnen ein attraktives Einkaufserlebnis zu bieten. Für Shopbetreiber lohnt es sich deshalb, über ihre Kunden nachzudenken und die eigenen Vertriebskanäle immer wieder in Frage zu stellen, zu erweitern und zu optimieren. Ein gutes Onlineangebot braucht nicht nur eine gute technische Basis, sondern muss auch eine überzeugende Nutzererfahrung bieten, um Kunden längerfristig zu binden und sich vom Wettbewerb abzuheben. Customer Centricity, Customer Experience, Usability und UX Design sollten 2020 für Onlinehändler keine bloßen Buzzwords sein: Nur wer die Bedürfnisse seiner Kunden ernst nimmt, kann die Weichen stellen, um auch in Zukunft online erfolgreich zu sein.

Über den Autor

Jan Gebhardt ist seit 2019 für basecom im Content-Marketing tätig. Wenn er nicht über basecom-Themen wie E-Commerce-Systeme, PIM-Lösungen und Individualentwicklungen schreibt, fährt er gerne Ski oder liest ein gutes Buch.